
Gemeindezentrum St. Thomas Morus Oberreut

An zentraler Stelle innerhalb der ca. 10.000 Einwohner zählenden Siedlung wurde das Ökumenische Gemeindezentrum Karlsruhe-Oberreut errichtet. Für die neue Mitte des Stadtteils wurden zwei Projekte nebeneinander entwickelt, die das gleiche Architekturbüro realisierte, nämlich das Team Rainer Maul und Paul Schütz. Das Projekt „Weisse Rose“ besteht aus einem Jugend- und Begegnungszentrum, das bis 1978 fertig gestellt wurde. Vom äußeren Erscheinungsbild schließt sich die kirchliche Baugruppe daran an, wurde jedoch – nach provisorischen Zwischenstadien – erst 1983 in Angriff genommen und am 4. Advent 1988 eingeweiht wurde. Nach dem Tod von Prof. Schütz wurde der Bau von Rainer Maul und H. P. Glucker realisiert. Ein langgestreckter Ziegelsteinbau beherbergt im Innern drei Teilbereiche: in der Mitte den Eingangsbereich und ein großzügiges Foyer. Von hier aus sind zur Linken die Räume und die Kirche der evangelischen Versöhnungsgemeinde zu erreichen, deren liturgische Einrichtung 1989 von Ingrid Hartlieb gestaltet wurde, zur Rechten die entsprechenden Räume und die katholischen Kirche St. Thomas Morus. Beide Kirchenräume werden das Jahr über jeweils für sich genutzt. Zum Foyer hin befinden sich Faltwände, die bei den großen kirchlichen Festen wie Weihnachten und Ostern weggenommen werden. Dann wird im Foyer ein Festaltar geschmückt, um beide Gemeinden am Fest gleichermaßen teilhaben zu lassen.
![]() | Dieser Text stammt aus dem 2015 erschienenen Kirchenführer mit dem Titel "Kirchen in Karlsruhe und die Synagoge". Er stellt sämtliche evangelischen und katholischen Kirchen im Stadtgebiet sowie die Synagoge vor und bietet eine Einführung in die Religionsgeschichte der Stadt. Er wurde gemeinsam von der evangelischen und der katholischen Kirche in Karlsruhe herausgegeben und ist für 12,90€ im Buchhandel sowie beim Bildungszentrum Karlsruhe erhältlich. |
Adresse
Bernhard-Lichtenberg-Str. 46
76189 Karlsruhe






