![]() | Dieser Text stammt aus dem 2015 erschienenen Kirchenführer mit dem Titel "Kirchen in Karlsruhe und die Synagoge". Er stellt sämtliche evangelischen und katholischen Kirchen im Stadtgebiet sowie die Synagoge vor und bietet eine Einführung in die Religionsgeschichte der Stadt. Er wurde gemeinsam von der evangelischen und der katholischen Kirche in Karlsruhe herausgegeben und ist für 12,90€ im Buchhandel sowie beim Bildungszentrum Karlsruhe erhältlich. |
Albkapelle Maria-Hilf
Idyllisch steht seit hundert Jahren über der Alb die Maria-Hilf-Kapelle, oder einfach Albkapelle. Bereits im Jahr 1713 war an der damaligen Hauptstraße von Grünwinkel eine erste Holzkapelle errichtet worden, die 1759 durch den heute bestehenden Bau ersetzt wurde. Bis 1909 Grünwinkel die Notkirche St. Josef erhielt, wurde sie liturgisch genutzt, doch dann stand sie eigentlich nur noch im Weg, denn auf der Durmersheimer Straße fuhr seit 1890 auch die Kleinbahn, das „Lobberle“, von Durmersheim nach Karlsruhe. Kommerzienrat Robert Sinner, dessen katholische Mutter eine Wohltäterin der Gemeinde war, gelang 1913 die Rettung der Kapelle, indem er die Versetzung an den neuen Platz finanzierte. Eigentümerin ist die Stadt, die Nutzung obliegt der katholischen Gemeinde. An der Fassade wurde ein Flurkreuz aus dem Jahr 1792 befestigt, das ursprünglich an dem Weg nach Daxlanden stand. Das alte Altarbild, das wohl aus der Erbauungszeit der Kapelle stammte, ist 1977 gestohlen worden und noch nicht wieder aufgetaucht. Zurzeit ist nur ein Druck in den alten Altar eingefügt.
Adresse
An der Alb / Konradin-Kreutzer-Straße
76189 Karlsruhe






